Dienstag, 25. November 2008

aber sie träumen aber von einem Ausweg, sie träumen von allerlei Verrücktem, Komischen und Verwirrtem, von einem kleinen Theater war unter ihnen einmal die Rede, irgendwo zwischen Thun und Bern, auf einem exklusiven Landsitz, hätte etwas aufgeführt werden sollen, kein Theater, nein, eine Lesung, eine Rezitation von Goethes Euphrosyne, das hätte, so hatten sie ausgerechnet, nur zwanzig Minuten gedauert, die Sache war ihnen dann aber doch wieder nicht interessant genug,

 
none of what I have done wrong was really done against you, sie sind der Auffassung, dass das Menschentier ein kurzes, vorübergehendes Stadium des Lebendigen darstellt, ein etwas tragisches, gefährliches und hirnrissiges Stadium, sie glauben, dass der freie Wille ein kulturelles Konstrukt ist, das Bewusstsein eine Täuschung, und sie untersuchen, wie sich die Menschheit aus dieser Falle befreien könnte, nährst uns so mild und treu, im Februar werden uns, ausführlich und mit kleinen Bildern, die griechische Tracht und die römische Tracht erklärt, hegst uns so stark und frei, wir erfahren, dass es eine dorische Kleidung gibt, ein viereckiges Wolltuch, um den Körper geworfen und mit Heftnadeln an den Schultern befestigt, die spätere ionische Tracht dagegen weist das erste geschlossene Kleid auf (Chiton), das als Alltagskleid kurz, als Festgewand lang getragen wird, das mantelartige Obergewand heisst Himation, Du Hochlandbrust,
und über die Kleidung der Römer erfahren wir, dass es ein Unterkleid gibt, die Tunika, und ein Oberkleid, die Toga (bei der Frau Palla genannt), sei denn im Feld der Not, ein Purpurstreifen als Einfassung bezeichnete eine höhere Amtsperson, wenn Dir Verderben droht, Schweiz-Kanada 1:10, Blut uns ein Morgenrot, warum gehen wir am Fasnachtsmontag zur Verbrennung des Bögg, so chumm de n yne, das Feuer hat uns doch immer geplagt, so wie uns auch die ganze Fasnacht geplagt hat, nume hübschli, am wenigsten noch die Dekorationen in den Wirtschaften, die schauten wir uns gerne an, falls sie nicht zu unheimlich waren, falls nicht eine Hexe an der Decke hing, die sich plötzlich auf die Besucher stürzen konnte,

Samstag, 22. November 2008

Tagwerk der Lust, das Ärgste aber war der rote Teufel, der in jedem Fasnachtsumzug mitlief, als Einzelmaske, ein wilder Teufel, der sich auf die Zuschauer stürzte und diese mit seiner Teufelsgabel bedrohte, I don't think of myself as a downer, ganz wie ein richtiger Teufel auf die verdammten Seelen losgeht, I like myself, den Teufel gab es ja wirklich, wie konnte man ihn da in einem Umzug darstellen, wie konnte das erlaubt sein, I enjoy myself,
ist es nicht vielleicht der richtige Teufel, der sich hier unter die Menschen mischt, wer weiss das, nume hübschli, das Bewusstsein muss für das Überleben einen Vorteil gebracht haben, sonst hätte es sich nicht entwickelt, süferli, der Saal der Kleinen Jagd ist für unsere Gäste bestimmt, es ist ein schöner Raum, mit einem von zwei Säulen eingefassten Eingang, der nicht durch eine Türe, sondern durch Zeltplanen verschlossen wird, un bel buco, am Boden von breiten gemusterten Bändern umrahmte Jagdszenen, per soddisfare grossi cazzi,
ein Diener führt zwei grimmige Hunde zur Jagd, er trägt eine gelbe kurze Tunika und Socken oder Stiefel, die bis unter die Knie reichen, auf dem Kleid sind zwei kleine ovale Muster aufgenäht, vielleicht sind es Taschen, vielleicht Wappen, es sieht jedenfalls gediegen aus, la mia vita sentimental\sessuale, die Hunde sind schlank, mit weit ausgreifenden langen Beinen, schlagen mit den Schwänzen, legen die Ohren zurück, zeigen spitze Zähne und sehen böse aus, e' un mezzo disastro, und schon sind die Hunde los, ein Herrchen mit Stab und fliegendem Überwurf deutet auf die Beute, ein Fuchs flieht, angstvoll auf die Verfolger blickend,

Freitag, 21. November 2008

farmi capire, und vor der Jagd muss Diana geopfert werden, die Jagdgöttin steht auf einer Säule vor dem kleinen Altar, ein unscheinbares Figürchen mit Bogen und Köcher, auf dem Altar wird Weihrauch verbrannt, farmi capire,